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Aufenthaltsdauer
Kapitel für Campingplatz-Betreiber – Tarife & Regeln → Aufenthaltsdauer
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Aufenthaltsdauer konfigurieren
Als Betreiber kannst du festlegen, wie lange Gäste mindestens oder höchstens auf deinem Campingplatz bleiben dürfen. Du kannst z.B. während der Hauptsaison einen Mindestaufenthalt von 3 Nächten erzwingen, während du außerhalb der Saison auch Kurzbesuche erlaubst.
Das System unterscheidet zwischen:
- Mindestaufenthalt (Min. Nächte): Wie viele Nächte muss ein Gast mindestens buchen?
- Maximalaufenthalt (Max. Nächte): Wie viele Nächte darf ein Gast höchstens buchen?
Beide Werte sind unabhängig voneinander konfigurierbar.
Die Vererbungskaskade: Vier Ebenen, ein System
Das System arbeitet mit einer Kaskade von vier Ebenen. Je spezifischer die Ebene, desto höher ihre Priorität. Ein nicht konfigurierter Wert wird immer von der nächst übergeordneten Ebene geerbt.
Campingplatz-Basis
└── Zeitraum × Campingplatz (z.B. „Sommerferien" global)
└── Zeitraum × Kategorie (z.B. „Sommerferien" nur für Premium-Plätze)
└── Zeitraum × Parzelle (z.B. „Sommerferien" nur für Platz A7)Die vollständige Kaskade (von niedrigster zu höchster Priorität):
| Ebene | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Campingplatz-Basis | Gilt für alle Zeiträume und alle Plätze, solange nichts anderes konfiguriert ist | Mindestens 1 Nacht, maximal 28 Nächte – immer |
| Zeitraum × Campingplatz | Gilt für einen bestimmten Zeitraum für alle Plätze | In den Sommerferien mindestens 3 Nächte |
| Zeitraum × Kategorie | Gilt für einen bestimmten Zeitraum nur für eine Parzellen-Kategorie | In den Sommerferien mindestens 5 Nächte für „Premium" |
| Zeitraum × Parzelle | Gilt für einen bestimmten Zeitraum nur für eine konkrete Parzelle | In den Sommerferien mindestens 7 Nächte für Platz A7 |
Wichtig: Min. Nächte und Max. Nächte werden unabhängig voneinander vererbt. Du kannst also auf Kategorie-Ebene nur den Mindestwert überschreiben und den Maximalwert vom Campingplatz erben lassen.
Schritt 1: Zeiträume anlegen
Bevor du zeitraumspezifische Regeln konfigurieren kannst, musst du Zeiträume anlegen. Öffne dazu: Tarife & Regeln → Aufenthaltsdauer → Zeiträume
Ein Zeitraum hat:
- Name – z.B. „Hauptsaison", „Sommerferien", „Ostern"
- Startdatum – erster Tag des Zeitraums
- Enddatum – letzter Tag des Zeitraums (inklusive)
Du kannst beliebig viele Zeiträume anlegen. Sie dürfen sich auch überschneiden. Bei Überschneidungen gilt: der kürzere Zeitraum hat Vorrang (er ist spezifischer).
Beispiel: „Sommerferien Bayern" (6 Wochen) und „Pfingsten" (1 Woche) überschneiden sich – Pfingsten-Regeln gelten dann in dieser Woche.

Schritt 2: Aufenthaltsdauer-Werte konfigurieren
Die Konfiguration erfolgt über die Matrix-Ansicht: Tarife & Regeln → Aufenthaltsdauer → Matrix
Was ist die Matrix?
Die Matrix zeigt alle möglichen Kombinationen aus Zeitraum und Parzellen-Ebene in einer Tabelle:
- Zeilen = Zeiträume (erste Zeile: „Basis" = gilt immer)
- Spalten = Campingplatz + alle Parzellen-Kategorien
Jede Zelle hat zwei Felder: Min und Max (Nächte).

Werte eingeben
Klicke auf ein Feld in der Matrix und gib die gewünschte Anzahl Nächte ein:
| Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
Eine Zahl (z.B. 3) | Genau dieser Wert |
| Leer lassen | Erbt vom übergeordneten Level |
0 oder - | Explizit „kein Limit" (stoppt Vererbung) |
Bestätige mit Enter oder verlasse das Feld. Mit Escape brichst du ab.
Geerbte vs. eigene Werte erkennen
- Fett = eigener Wert (direkt konfiguriert)
- Kursiv + ausgegraut = geerbt vom übergeordneten Level
- Vererbungs-Icon (Pfeil nach unten) = zeigt an, von wo geerbt wird (Tooltip beim Hovern)
- Reset-Button (Pfeil-zurück-Icon) = löscht den eigenen Wert, sodass wieder vererbt wird
Die Wurzel-Zelle (Basis × Campingplatz) hat keinen Reset-Button – sie ist die oberste Ebene.
Praxisbeispiele
Beispiel 1: Globaler Mindestaufenthalt in der Hauptsaison
Szenario: In den Sommerferien (01.07.–31.08.) sollen alle Gäste mindestens 3 Nächte bleiben.
Konfiguration:
- Zeile „Sommerferien", Spalte „Campingplatz" → Min: 3
Ergebnis: Alle Parzellen aller Kategorien erben diesen Wert.
Beispiel 2: Premium-Plätze mit längerer Mindestaufenthaltsdauer
Szenario: In den Sommerferien sollen Premium-Plätze mindestens 5 Nächte, alle anderen 3 Nächte.
Konfiguration:
- Zeile „Sommerferien", Spalte „Campingplatz" → Min: 3
- Zeile „Sommerferien", Spalte „Premium" → Min: 5
Ergebnis: Premium-Plätze erfordern 5 Nächte, Standard-Plätze erben den Campingplatz-Wert (3 Nächte).
Beispiel 3: Einzelne Parzelle ohne Mindestaufenthalt
Szenario: Platz A7 soll auch in der Hauptsaison ohne Mindestaufenthalt buchbar sein.
Konfiguration:
- Zeile „Sommerferien", Spalte „Campingplatz" → Min: 3
- Parzellen-Detail A7 → Zeitraum „Sommerferien" → Min: 0 (kein Limit)
Ergebnis: A7 ist trotz globalem Mindestaufenthalt frei buchbar. Der Wert 0 stoppt die Vererbung explizit.
Beispiel 4: Kein Maximalaufenthalt definiert
Wenn du keinen Maximalwert einträgst (Basis × Campingplatz, Spalte Max = leer), dann gibt es keinen Maximalaufenthalt – Gäste können unbegrenzt lange bleiben.
Was passiert wenn nichts konfiguriert ist?
Wenn für einen konkreten Buchungszeitraum kein Wert gefunden wird (alle Ebenen haben leere Felder):
- Min-Nächte: Kein Minimum – jede Aufenthaltsdauer ab 1 Nacht ist erlaubt.
- Max-Nächte: Kein Maximum – unbegrenzte Aufenthaltsdauer erlaubt.
Das System blockiert Buchungen nur, wenn explizite Werte konfiguriert sind.
Wichtige Hinweise
- Zeiträume geben Zeitfenster vor – die tatsächlichen Regeln werden erst durch Overrides befüllt.
- Ein Zeitraum ohne zugehörigen Override hat keinen Effekt.
- Bei überlappenden Zeiträumen gewinnt der kürzere (spezifischere) Zeitraum.
- Änderungen wirken sich sofort auf neue Buchungsanfragen aus. Bestehende Buchungen sind nicht betroffen.
- Parzellen-spezifische Overrides können nur direkt in der Parzellendetailansicht konfiguriert werden, nicht in der Matrix (die Matrix zeigt nur Campingplatz- und Kategorie-Ebene).